Giorgio Bondolfi / Konstantin Frey
13. November – 6. Dezember 2026
Öffnungszeiten:
Mittwoch: 15.00 - 18.00 Uhr
Sonntag: 11.00 - 14.00 Uhr
Veranstaltungen
13. November, 19.00 Uhr
Vernissage
Giorgio Bondolfi über sich und seine Arbeiten:
Beobachtungen, Begegnungen, Eindrücke lösen in mir Ideen für Bilder aus. Ein bestimmter Impuls, der sich meist in einem existenziellen Spannungsfeld bewegt, führt dazu, dass ich eine Idee in ein Bild umsetze. Im weiteren Entstehungsprozess bestimmt der Inhalt die Form des Bildes.
Die Beschäftigung mit der Vergänglichkeit der Dinge ist ein wichtiger Bestandteil meiner Arbeiten. Dabei entsteht ein Raum, in dem die Vergangenheit in die Gegenwart greift. Die lineare Dimension der zeitlichen Abläufe verliert ihre Wichtigkeit. Es entsteht eine Verschmelzung zwischen Vergangenheit und Gegenwart, welche ich mit der Auflösung des rechteckigen Bildformates und den übereinanderliegenden Holzplatten zu visualisieren versuche.
In den neueren Arbeiten sind die figürlichen Motive stärker verfremdet und auf schwarz/weiss respektive Grautöne reduziert. Der farbige Hintergrund bleibt teilweise sichtbar. Durch die reduzierte Farbigkeit wirken die Bilder entrückter, vielleicht etwas aus der Zeit gelöst.
Konstantin Frey über sich und seine Arbeiten:
Für mich ist die Natur eine grosse, nie versiegende Quelle der Inspiration für meine Arbeiten aus Holz und Ton. Sie fasziniert mich in ihrer vielfältigen Erscheinungsform aus Bäumen, Pflanzen, Tieren, Pilzen und Kleinstlebewesen. Aufkeimen, Wachsen, Gross-Sein und sich wieder zurück in fruchtbare Erde verwandeln, all dies beeindruckt mich zutiefst.
Mich interessieren die verschiedenen Hölzer in ihrem Wuchs, mit ihrer Struktur und in ihrer farblichen Vielfalt, und so verstärke ich manchmal nur die ursprüngliche Form eines gefundenen Holzstücks, indem ich etwas weg säge oder eine Linie durch Einkerben betone. Nicht nur ich bin es, der mit der Kettensäge Skulpturen gestaltet, sondern manchmal ist auch der Baum selbst Schöpfer einer schönen Form mit seinem Wuchs.
Ton ist ein wunderbares Material. Es gibt mir, als Formsuchenden, die Möglichkeit eine Skulptur unendlich oft zu verändern durch Hinzufügen oder Wegschneiden des Ausgangsmaterials. Während des Arbeitsprozesses entsteht ein echter Dialog zwischen der entstehenden Figur und mir.